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klangforum heidelberg- world premiere

5 July @ 19:00 21:00

05 July 2026 | 19:00

Heidelberg, Betriebswerk Heidelberg, Am Bahnbetriebswerk 5 69115 Heidelberg Germany

“die Abstandsmesserinnen” 2024-’26
klangforum heidelberg : SCHOLA HEIDELBERG | ensemble aisthesis
dir.: Ekkehard Windrich
world premiere
also featuring a world premiere by Robin Hoffmann and works by Le Jeune, Marenzio, Schumann, Debussy and Roussel
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World premiere of my new work for eight voices, bass flute, contrabass-clarinet, trombone, percussion and live electronics, with texts from letters from Hermann von Helmholtz’ mother Carolin von Helmholtz (née Penne) to her son, from Hermann von Helmholtz to his first wife Olga von Helmholz (née Velten), and from his second wive, Anna von Helmholtz (née Mohl). The piece explores the theme of distance emotionally and physically, employing staging, live electronics, musical metaphors and psychoacoustic phenomena. Written in loving memory of my niece Jocelyn and my mother, both whose departure and absence accompanied the composition of this work.

Text:
I
Die Beschreibung Deiner Stube
ist mir recht erwünscht gewesen,
nun kann ich im Geiste Dich dort besuchen;
auf Deine Stube hier bin ich noch nicht gewesen,
Marie hat aufgeräumt, und nun würde ich
den Mischmasch
auf Deinem Tische
vermissen.

-Carolin von Helmholtz to her son in a letter from Nov.2, 1838.

II
Ihr kamt nicht —
da war es . . . mit meinem Hören schlecht bestellt.
. . . Meine Ohren hörten nur musikalische Figuren,
und meine Seele hörte gar nichts.

Hermann von Helmholtz in a letter to Olga von Velten (later Olga von Helmholtz), 1847.

III
hier an unseres lieben Kindes Schreibtisch
Die Morgensonne scheint herein!
. . . — alle Rosen aus Wannsee sind an sein Bett gesteckt, Rosen gestreut
Ich glaube an des Kindes Nähe
Und so lieb der stille Platz mir ist
unter den alten Bäumen, die ich vom Fenster an seinem Schreibtisch sehen kann:
Er ist dort nicht.
Er liegt unter einem hohen Berg von Blumen,
ungezählten Kränzen, Palmen, Blüten, Lilienstengeln
und einer Rosenfülle wie aus einer anderen Welt.
Sie hatten ihren Duft nachts durch das Haus vom Garten her ausgeströmt
und weckten mich in der Frühe wie eine Geisterstimme!
Alte Bäume, ein langer Weg mit alten eingesunkenen Gräbern, dazwischen unser stilles Grab.

Anna von Helmholtz in a letter to her mother and sister, 1889.

Source of texts- Hermann von Helmholtz – Erster Band. Leo Königsberger. Friedrich Vieweg und Sohn. Braunschweig 1902. Pg. 25, 67. Hermann von Helmholtz – Zweiter Band. Leo Königsberger. Pg. 13-14.